Dorntherapie

Die Dorntherapie ist eine von dem Allgäuer Dieter Dorn (geboren 13. August 1938) aus Lautrach bei Memmingen entwickelte komplementärmedizinische manuelle Methode, die etwas an Chiropraktik erinnert. Sie ist in ihrer Ausführung jedoch von dieser grundsätzlich verschieden und bezieht auch Elemente der Meridianlehre der Traditionellen Chinesischen Medizin ein.

Laut Dorn führt das moderne Leben zu Bewegungsmangel, Fehlbelastungen und letztlich zu Fehlstellungen der Wirbelsäule und des Beckens. Dies sei Ursache der meisten Rückenprobleme, aber auch zahlreicher anderer Beschwerden. Ins- besondere habe fast jeder einen Beckenschiefstand, der ursächlich auf eine Verrenkung des Hüftgelenks zurückzuführen sei und sich auf der betroffenen Seite in einem längeren Bein manifestiere. Folgeschäden eines Beckenschiefstandes sind skoliotische Veränderungen der Wirbelsäule sowie Wirbelverschiebungen im Lenden-, Brust- und Halswirbelbereich mit der drohenden Spätfolge von Band- scheibenvorfällen.

Die Dorntherapie soll behandlungsbedürftige Beinlängendifferenzen korrigieren und Wirbel, die sich nicht in ihrer normalen Position befinden, ohne mechanischen Druck einrichten. Dabei spielt die Mitarbeit des Patienten eine große Rolle. Da aus jedem Wirbel ein Nervenpaar austritt, das im gleichen Körpersegment liegende Organ- und Gewebsbereiche versorge, würden gleichzeitig positive Wirkungen auf diese Bereiche erzielt. So liege z.B etwa im Bereich des dritten Brustwirbels (bei den Chinesen das Tor des Windes genannt) die Versorgung der Atmungsorgane. Somit könne eine Wirbelkorrektur in diesem Bereich die Normalisierung einer gestörten Atemfunktion bewirken oder könnten Probleme im Atmungsbereich auf eine Fehlstellung des dritten Brustwirbels zurückzuführen sein.
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